Margit Auer - Die Autorin hinter der Schule der magischen Tiere

Vier Buchcover von Margit Auers "Die Schule der magischen Tiere" zeigen Kinder und sprechende Tiere. Ein Steckbrief zu den Büchern.

Geschrieben von

Isabella Heuer

Veröffentlicht am

28. März 2026

Inhaltsverzeichnis

Margit Auer gehört zu den prägenden Stimmen der deutschsprachigen Kinderliteratur. Wer verstehen will, warum ihre Bücher so viele junge Leserinnen und Leser erreichen, braucht nicht nur ein paar biografische Eckdaten, sondern auch den Blick auf ihren Weg vom Journalismus zur Bestsellerautorin und auf die Reihe, die ihren Namen bekannt gemacht hat. Genau darum geht es hier: um die wichtigsten Fakten, die literarische Entwicklung und darum, weshalb ihre Bücher für Leseförderung und Vorlesen so gut funktionieren.

Die wichtigsten Fakten zu Margit Auer auf einen Blick

  • Geboren am 23. Februar 1967 in Mühldorf am Inn, aufgewachsen in Waldkraiburg.
  • Ausbildung als Diplom-Journalistin, danach Arbeit als Redakteurin und Reporterin.
  • Der Durchbruch kam mit Die Schule der magischen Tiere, einer Reihe, die seit 2013 Kinder begeistert.
  • Ihre Bücher wurden in mehr als 25 Sprachen übersetzt; die Gesamtauflage liegt bei über 10 Millionen Exemplaren.
  • Sie hat inzwischen mehr als 40 Bücher veröffentlicht und wurde unter anderem mit dem Heidelberger Leander ausgezeichnet.
  • Für die Leseförderung sind ihre Texte vor allem deshalb interessant, weil sie Humor, Spannung und klare Figurenführung verbinden.

Wer Margit Auer ist und was ihren Stil prägt

Ich sehe Margit Auer nicht nur als erfolgreiche Kinderbuchautorin, sondern als jemand, der sehr genau weiß, wie man Kinder ernst nimmt, ohne schwer zu schreiben. Ihre Figuren sind nahbar, ihre Konflikte alltagsnah und ihre Geschichten bleiben trotzdem leicht und magisch. Das ist ein seltenes Gleichgewicht, das in der Kinderliteratur viel ausmacht.

Geboren 23. Februar 1967 in Mühldorf am Inn
Aufgewachsen Waldkraiburg in Bayern
Ausbildung Diplom-Journalistin, Abschluss 1992 in Eichstätt
Beruflicher Start Redakteurin und Reporterin bei Tageszeitungen, später eigenes Redaktionsbüro
Durchbruch Die Schule der magischen Tiere ab 2013
Reichweite Mehr als 40 Bücher, über 10 Millionen verkaufte Exemplare, Übersetzungen in mehr als 25 Sprachen
Auszeichnungen Heidelberger Leander 2019, Siegener Preis für Erstleseliteratur 2022
Privat Verheiratet, drei Söhne

Diese Mischung aus journalistischer Disziplin und erzählerischer Leichtigkeit merkt man ihren Büchern bis heute an. Der nächste Schritt auf ihrem Weg erklärt, warum ausgerechnet eine Kinderbuchreihe zum Markenzeichen werden konnte.

Vom Journalismus zur Kinderbuchautorin

Vor ihrer Karriere als Kinderbuchautorin arbeitete Margit Auer als Redakteurin und Reporterin. Das merkt man ihren Texten bis heute an: Sie baut sauber auf, verliert nie den roten Faden und weiß sehr genau, wann ein Kapitel mit einem kleinen Spannungsmoment enden muss. Ich halte genau das für einen ihrer größten Vorteile, weil Kinder auf Klarheit oft stärker reagieren als auf sprachliche Effekthascherei.

Der Wechsel ins Kinderbuch war deshalb kein Bruch aus dem Nichts, sondern eher eine sinnvolle Verschiebung: weg von der Tagesaktualität, hin zu Geschichten, die länger tragen. Wer auf ihre Biografie schaut, versteht auch besser, warum ihre Bücher so lesbar und gleichzeitig so markant sind.

Aus meiner Sicht ist dieser Hintergrund nicht nur nett für einen Steckbrief. Er erklärt, weshalb ihre Erzählweise so kontrolliert wirkt und gleichzeitig genug Platz für Fantasie lässt.

Warum die Schule der magischen Tiere so gut funktioniert

Die Reihe trifft ein sehr konkretes Bedürfnis: Kinder wollen spannende Geschichten, aber sie brauchen klare Figuren, wiedererkennbare Strukturen und einen emotionalen Anker. Genau das liefert Auer mit der Wintersteinschule, den magischen Tieren und den Kindern, die in jeder Folge nicht nur Abenteuer, sondern auch typische Schul- und Freundschaftskonflikte lösen.

  • Wiedererkennbarkeit gibt Sicherheit. Die Welt bleibt vertraut, auch wenn die Handlung wechselt.
  • Emotion sorgt für Bindung. Die Figuren erleben Sorgen, Streit, Mut und Versöhnung, also Dinge, die Kinder kennen.
  • Spannung hält das Lesen in Bewegung. Kleine Rätsel und offene Fragen tragen die Kapitel weiter.
  • Lesbarkeit macht die Reihe zugänglich. Die Sprache bleibt klar, ohne flach zu wirken.

Wichtig ist auch der serielle Aufbau. Serialisierung heißt hier: wiederkehrende Figuren, ein vertrautes Setting und eine klare Grundidee, die über viele Bände hinweg trägt. Dass die Hauptreihe inzwischen bei Band 16 angekommen ist, zeigt vor allem eines: Das Konzept erschöpft sich nicht nach wenigen Büchern, sondern bleibt für viele Kinder anschlussfähig.

Genau deshalb wird die Reihe oft empfohlen, wenn Kinder eigentlich schon lesen könnten, aber noch einen starken Anreiz brauchen, um wirklich dranzubleiben.

Welche Bücher sich für den Einstieg eignen

Wenn Eltern oder Lehrkräfte mich fragen, womit sie anfangen sollen, würde ich nie nur nach Bekanntheit entscheiden. Viel wichtiger ist die Frage: Liest das Kind lieber längere Kapitel, mag es Rätsel oder braucht es zunächst noch gemeinsame Lesezeit? Davon hängt ab, welcher Einstieg wirklich sinnvoll ist.

Format Für wen geeignet Warum es sinnvoll ist
Hauptreihe „Die Schule der magischen Tiere“ Kinder im Grundschulalter, die längere Kapitel mögen Die vertraute Welt erleichtert das Dranbleiben und macht Serienlesen attraktiv.
„Endlich Ferien“ Kinder, die die Figuren schon kennen Der Ferienrahmen wirkt leichter und oft noch unmittelbarer als der Schulalltag.
„Ermittelt“ Leserinnen und Leser, die Rätsel und kleine Fälle mögen Der Detektivcharakter gibt klare Ziele und passt gut zu Kindern mit starkem Spieltrieb beim Lesen.
Vorlese- und Zusatzbücher Jüngere Kinder oder gemeinsame Lesezeiten Hier zählt weniger Tempo, mehr gemeinsames Erleben und sprachliche Nähe.

Die genaue Eignung hängt stärker vom Lesevermögen als vom Alter ab. Ein Kind mit sieben Jahren kann mit Vorlesen schon gut in die Welt eintauchen, während ein anderes erst mit acht oder neun wirklich Freude am Selberlesen entwickelt. Ich würde deshalb immer das Leseverhalten beobachten und nicht nur auf die Altersangabe schauen.

Wenn ein Kind sehr kurze Texte bevorzugt, ist die Hauptreihe nicht automatisch der beste Start. Dann ist ein gemeinsamer Einstieg oft klüger als Druck auf Tempo oder Umfang.

Preise, Reichweite und warum ihre Bücher relevant bleiben

Neben dem Verkaufserfolg sprechen auch Auszeichnungen und Reichweite eine klare Sprache. Der Heidelberger Leander 2019 und der Siegener Preis für Erstleseliteratur 2022 markieren zwei Seiten derselben Sache: literarische Qualität und Eignung für junge Leserinnen und Leser. Ich lese darin vor allem das Signal, dass Auer nicht nur populär ist, sondern auch im Bereich Leseförderung ernst genommen wird.

Fakt Warum das wichtig ist
Mehr als 10 Millionen verkaufte Exemplare Das zeigt, wie stark ihre Geschichten bei einem breiten Kinderpublikum ankommen.
Übersetzungen in mehr als 25 Sprachen Die Reihe funktioniert nicht nur in Deutschland, sondern auch international.
Heidelberger Leander 2019 Die Auszeichnung unterstreicht die literarische Qualität ihrer Arbeit.
Siegener Preis für Erstleseliteratur 2022 Hier steht besonders die Nähe zu jungen, noch unsicheren Leserinnen und Lesern im Mittelpunkt.

Dazu kommt die mediale Präsenz durch Verfilmungen und Begleitformate. Das ist nicht nur Marketing, sondern ein Zeichen dafür, dass ihre Figuren längst über das Buch hinaus eine eigene Welt bilden. Für Kinder kann das ein zusätzlicher Zugang sein, weil sie Figuren wiedererkennen und Erzählungen leichter einordnen können.

Was Eltern und Lehrkräfte aus ihrem Werk mitnehmen können

Wenn ich Margit Auer für den Alltag von Familien, Schulen oder Bibliotheken einordne, denke ich vor allem an Lesemotivation. Gute Kinderbücher müssen nicht nur gefallen, sie müssen den Einstieg erleichtern und ein Gefühl von Erfolg erzeugen. Genau an diesem Punkt sind ihre Bücher stark.

  • Für Vorlesezeiten eignen sich die Bücher, wenn Kinder schon längere Handlungen mitverfolgen können.
  • Für Selberleser sind die kurzen Spannungsbögen hilfreich, weil sie schnelle Erfolgserlebnisse liefern.
  • Für zögernde Leser funktioniert die Reihe am besten, wenn man nicht zu früh zu hohe Leseleistungen erwartet.
  • Für die Schule lässt sich gut über Figuren, Tiere, Freundschaft und Verantwortung sprechen.

Die Grenze ist allerdings klar: Nicht jedes Kind will sofort Reihenlesen, und nicht jedes Kind mag die Mischung aus Humor, Schulalltag und Fantasie. Wer das respektiert, setzt die Bücher deutlich klüger ein als jemand, der nur auf Popularität schaut.

Für mich ist Margit Auer deshalb ein gutes Beispiel dafür, wie moderne Kinderliteratur heute funktionieren kann: nah an den Sorgen von Kindern, leicht zugänglich und gleichzeitig konsequent als Lesewelt gebaut. Wer ihren Namen versteht, versteht auch ein Stück der aktuellen Kinderbuchlandschaft in Deutschland.

Häufig gestellte Fragen

Margit Auer ist eine deutsche Kinderbuchautorin, bekannt durch die Bestsellerreihe „Die Schule der magischen Tiere“. Sie wurde 1967 geboren und arbeitete vor ihrer Autorenkarriere als Journalistin.

Ihre Bücher verbinden Humor, Spannung und nahbare Figuren. Der serielle Aufbau mit wiederkehrenden Charakteren und klaren Konflikten spricht Kinder an und fördert die Lesemotivation.

Für den Einstieg empfiehlt sich die Hauptreihe „Die Schule der magischen Tiere“. Für jüngere Kinder oder gemeinsame Lesezeiten gibt es Vorlesebücher. Die Wahl hängt vom Lesevermögen des Kindes ab.

Ja, Margit Auer wurde unter anderem mit dem Heidelberger Leander (2019) und dem Siegener Preis für Erstleseliteratur (2022) ausgezeichnet, was ihre literarische Qualität und Relevanz unterstreicht.

Ihre Werke erleichtern den Einstieg ins Lesen durch zugängliche Sprache, spannende Plots und schnelle Erfolgserlebnisse. Sie motivieren Kinder, dranzubleiben und fördern die Freude am Lesen.

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Isabella Heuer

Ich bin Isabella Heuer und beschäftige mich seit über zehn Jahren intensiv mit Kinderliteratur, Leseförderung und den vielfältigen Medienwelten, die unsere jüngsten Leser umgeben. In meiner Rolle als erfahrene Content Creatorin habe ich zahlreiche Artikel und Beiträge verfasst, die sich mit der Bedeutung von Geschichten für die kindliche Entwicklung und die Förderung von Lesekompetenzen auseinandersetzen. Mein Fachwissen erstreckt sich über verschiedene Bereiche der Kinderliteratur, einschließlich der Analyse von Trends und der Bewertung von Medieninhalten, die für Kinder geeignet sind. Ich strebe danach, komplexe Themen verständlich zu machen und objektive Informationen zu bieten, die Eltern und Pädagogen dabei helfen, die besten Entscheidungen für die Leseförderung zu treffen. Mein Ziel ist es, eine vertrauenswürdige Quelle für aktuelle und präzise Informationen zu schaffen, die die Neugier und das Interesse von Kindern an der Literatur weckt. Ich bin überzeugt, dass Lesen eine Schlüsselkompetenz für die persönliche und soziale Entwicklung ist, und ich setze mich leidenschaftlich dafür ein, diese Botschaft zu verbreiten.

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